Heuschnupfen & Pollenallergie: Heuschnupfenmittel sowie Hausmittel im Überblick

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Immer mehr Menschen leiden jährlich unter den Symptomen von Heuschnupfen und müssen sich aufgrund ihrer allergischen Reaktion extrem in ihrer Lebensweise einschränken. Hauptauslöser dafür sind Pollen, die in Form von Blütenstaub über die Luft verbreitet werden.

Dabei kann schon eine geringe Konzentration des Blütenstaubs ausreichen, um den unerwünschten Heuschnupfen auszulösen. Doch was ist eigentlich Heuschnupfen und wie entsteht er? Ist es möglich die Symptome zu lindern oder sie gar aufzulösen?

Was ist ein Heuschnupfen?

In medizinischen Kreisen wurde Heuschnupfen bis vor kurzem noch als saisonaler Schnupfen bezeichnet – das ist heute anders. Mittlerweile reagiert ein Großteil der Menschen auf die Pollen mehrerer Blütenpflanzen, was bedingt, dass die Beschwerden ganzjährig auftreten können.
Forscher beobachteten dabei, dass sich der Pollenflug um mehrere Tage nach vorne verlegt hat und gleichzeitig länger andauert. Dies fällt besonders bei mildem Klima auf. Hier kann es sein, dass die Pollen nahezu ganzjährig fliegen. So können beispielsweise im November noch die letzten Kräuter- und Gräser-Pollen fliegen, bis sich im Dezember bereits die ersten Haselpollen verbreiten.
Betroffene leiden dabei nicht nur unter Niesattacken, Fließschnupfen und Augenjucken. Die Beschwerden sind weitreichender und werden oft unterschätzt. So leiden sie auch unter anderem an Schlafstörungen, sind weniger leistungsfähig und erschöpft. Bei Allergikern kann es ebenfalls dazu kommen, dass die Bronchien überempfindlich reagieren und ein Asthma bronchiale entstehen kann.

Bei einer Allergie handelt es sich um eine Überreaktion des Immunsystems, wobei wiederkehrende oder chronische Entzündungen der Atemwege, der Haut oder des Darms ausgelöst werden können.

Heuschnupfenmittel gegen Allergien

Akute allergische Reaktionen können sogar leichte bis lebensbedrohliche Zustände verursachen. Die Überempfindlichkeitsreaktion gegen Pollen äußert sich durch einen Heuschnupfen. Im folgenden Abschnitt erfahren Sie unter anderem, worum es sich bei einem Heuschnupfen handelt und wie Sie ihn von einem Infekt unterscheiden können.

 

Wie entsteht ein Heuschnupfen?

Unter Heuschnupfen ist eine Überempfindlichkeitsreaktion gegen Pollen von Sträuchern, Bäumen, Getreide und Gräsern zu verstehen. Die Pollen werden dabei von den Pflanzen an die Luft abgegeben und verbreiten sich, so dass diese beim Menschen eine allergische Reaktion hervorrufen können.

Wussten Sie schon?

Eine Ähre des Roggens streut bis zu 4 Millionen Pollen aus und hat eine Reichweite von mehreren hundert Kilometern. Der Pollenflug der Pflanzen ist meist in den Monaten Februar bis Oktober. Die aktive Zeit des Roggens ist jedoch von Jahr zu Jahr verschieden und abhängig von der jeweiligen Blütezeit. Wann genau die Pflanzen blühen ist somit abhängig vom Wetter, wodurch die Pollenallergie jedes Jahr zu unterschiedlichen Zeiten auftreten kann.


Die wesentlichen allergieauslösenden Pollen stammen von Gräsern, Bäumen und Kräutern:

Gräser: Bei der Allergie spielen die sogenannten Süßgräser eine Hauptrolle

Bäume: Besonders die Pollen der „Frühblüher“ Birke, Hasel, Erle und Esche wirken allergen. Weit verbreitet sind Birkenpollenallergien.

Kräuter: Vor allem Beifuß und Beifuß-Ambrosia sind stark allergen.

Pollen und Heuschnupfen durch Gräser Bäume und Kräuter

Jede Polle enthält wasserlösliche Proteine, welche bei Kontakt mit Schleimhäuten freigesetzt werden. Besteht eine Allergie, so reagiert das Immunsystem auf die an sich harmlosen Proteine mit der Bildung von Antikörpern. Die sogenannten Mastzellen setzen nun entzündungsauslösende Stoffe wie Histamin frei. Histamin ist wiederum für die typischen Symptome verantwortlich – die Nerven werden gereizt und der damit verbundene Nies- und Juckreiz wird ausgelöst. Zudem wird eine Gefäßerweiterung bewirkt, welche zur Rötung und Schwellung der Schleimhäute führen kann.

Wie verbreitet ist Heuschnupfen?

Die Zahl der Menschen mit nachgewiesenen Allergien ist in den westlichen Industriestaaten innerhalb der letzten Jahre um das Zwanzigfache angestiegen. Das bedeutet, dass bei fast einem Drittel der Erwachsenen (18 bis 79 Jahre) eine Allergie festgestellt worden ist.

Etwa 15 Prozent der Erwachsenen sind im Laufe ihres Lebens vom Heuschnupfen betroffen. Bei Frauen wird der Heuschnupfen häufiger diagnostiziert als bei Männern. Auch Kinder erkranken immer häufiger, so zeigen Studien, dass aktuell 9 % der Kinder und Jugendliche an den Symptomen leiden.

Für die Entstehung einer Allergie sind sowohl genetische, als auch nicht genetische Faktoren verantwortlich. Leiden bereits Eltern oder Geschwister an Allergien, ist auch das Risiko deutlich höher, eine eigene Allergie zu entwickeln. Auch die Menge an Fremdstoffen, mit denen das Immunsystem konfrontiert wird, hat einen Einfluss auf die Bildung von Allergien. Selbst psychische Faktoren können eine Rolle spielen.

Tipp: Heuschnupfen kommt vor allem in Industrieländern häufig vor. In Entwicklungsländern steigt die Rate mit zunehmendem Wohlstand.

Heuschnupfen oder Erkältung – Woran erkenne ich eine Allergie?

Wer eine laufende Nase hat, einen kratzigen Hals verspürt und sich etwas schlapp fühlt, vermutet zunächst erkältet zu sein. Doch auch ein allergischer Schnupfen verursacht ähnliche Beschwerden.  Um zwischen einer Erkältung und einem Heuschnupfen unterscheiden zu können, ist eine genaue Beobachtung der Symptome hilfreich. Viele Anzeichen helfen dabei herauszufinden, ob es sich um eine Erkältung oder um einen Heuschnupfen handelt.

Die Symptome im Überblick:

Fieber: ist ein Infektionsanzeichen und kommt bei Heuschnupfen nicht vor

Geschwollene Lymphknoten: diese lassen sich bei einem Atemwegsinfekt manchmal ertasten, bei Heuschnupfen eher nicht

Nasensekret: bei einem Infekt kann dieser manchmal eitrig sein und dadurch gelb-/grünlich. Bei Heuschnupfen ist das Sekret klar und wässrig

Juckreiz: ist ein Hinweis für Heuschnupfen. Nasen- oder Augenjucken treten bei einem Infekt eher nicht auf

Beschwerden im Rachen: bei einer Allergie äußeren sich die Beschwerden eher durch ein Kratzen oder ein Brennen. Bei einem Infekt eher durch Schluckbeschwerden und Schmerzen

 

Symptome von Heuschnupfen sofort erkennen

 

Ein häufiges Symptom für Heuschnupfen sind geschwollene, gerötete oder tränende Augen, sowie das damit verbundene Brennen oder Jucken. Doch nicht nur die Augen können vom Juckreiz betroffen sein, sondern auch Nase, Mund, Gaumen und Rachenraum. Bei einer Erkältung ist ein Juckreiz eher unüblich.

Ebenfalls können Hautreaktionen ein Hinweis für Heuschnupfen sein. Bei einer hohen Belastung kann es zu einer Verschlimmerung bestehender Hauterkrankungen, wie beispielsweise Neurodermitis, kommen. Typische Symptome sind hier unter anderem Juckreiz, Rötungen, Ekzeme oder Quaddelbildung.

Tipp: Achten Sie darauf, wie Sie niesen. Allergiker leiden unter langanhaltenden, starken Niesattacken sowie mehrmaligem Niesen nacheinander. Bei Erkälteten hingegen tritt der Niesreiz eher sporadisch und kurzweilig auf.

Sollten erkältungsähnliche Anzeichen regelmäßig, ständig oder in bestimmten Situationen /Jahreszeiten wiederkehrend vorkommen, handelt es sich dabei höchstwahrscheinlich um einen Heuschnupfen. Falls sich diese Anzeichen vermehrt morgens und nachts bemerkbar machen, ist die Wahrscheinlichkeit von Heuschnupfen ebenfalls hoch, da der Pollenflug in diesen Zeiten stärker ist.

Achten Sie zudem darauf, ob die erkältungsähnlichen Anzeichen in der Nähe von bestimmten Haustieren, Pflanzen, Bäumen oder Büschen verstärkt auftreten. Auch dies kann ein Hinweis auf einen allergischen Schnupfen sein.

Achtung: Klarheit erhalten Sie jedoch erst mit einem positiven Allergietest durch den Haut- oder HNO-Arzt.

Folgen von Heuschnupfen und Pollenallergien

Wie wird Heuschnupfen diagnostiziert?

Zunächst findet eine Anamnese durch den behandelnden Arzt statt. Das heißt, dass ein Allergologe, der zumeist Haut-, HNO- oder Kindderarzt ist, in der Regel zunächst die Krankengeschichte erhebt. Dazu gehört einerseits die genaue Beschreibung der Beschwerden, sowie andererseits die Angaben zum Zeitpunkt der Umstände. Eine allergische Erkrankung von Familienmitgliedern kann ebenfalls auf eine Pollenallergie hinweisen.

Die häufigste Methode um Allergien zu diagnostizieren, ist der sogenannte Pricktest. Bei diesem Test werden dem Patienten kleine Tröpfchen allergenhaltiger Lösungen auf den Unterarm gestrichen. Gleichzeitig werden die betroffenen Stellen etwas angeritzt.

Besteht eine Überempfindlichkeit, zeigt sich an der jeweiligen Stelle eine Rötung oder es bilden sich Quaddeln. Je Größer die Quaddeln sind, umso ausgeprägter ist die Allergie.

Mit dem Pricktest lässt sich bestimmen, welche Pollen als Auslöser in Frage kommen oder ob auch andere Allergien bestehen. Eine weitere Diagnosemöglichkeit kann ein Bluttest abbilden.

Gesundheitliche Folgen von Heuschnupfen

Die Beschwerden entstehen vor allem dort, wo die Pollen-Allergene direkt auftreffen: An den Schleimhäuten von Nase, Augen und Mund. Die Vielzahl von Beschwerden, die bei einer Pollenallergie auftreten können, werden häufig unterschätzt. Dabei können die Symptome den Alltag eines Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Bei einer schweren Ausprägung der Allergie, können auch noch weitere Symptome auftreten:

Augentränen, Augenjucken, Bindehautrötung (Konjunktivitis)

 Schnupfen (Fließschnupfen, Stockschnupfen)

 Gesichtsschwellung (Quincke Ödem)

 Husten, Giemen, Pfeifen, Luftnot (Asthma)

✓ Hautreaktionen, vor allem im Gesicht (Quaddeln, Juckreiz, Schwellung, Ekzem)

✓ Lichtscheu

 

✓ Migräne

✓ Magen-Darm-Störungen

✓ Schlafstörungen

✓ Müdigkeit

✓ Konzentrationsstörungen

✓ Depressionen

 

Die wichtigsten Heuschnupfen-Symptome im Überblick:

Augen: juckende, rote oder tränende Augen

Nase: niesen, verstopfte oder laufende Nase

Atemwege: Schwierigkeiten bei der Atmung

Allgemein: Müdigkeit, Tagesschläfrigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten

Pollenallergiker reagieren nicht nur auf Pflanzenpollen allergisch, sondern zeigen auch Symptome beim Verzehr von bestimmten Obst- und Gemüsesorten, Gewürzen oder Nüssen. So können beispielsweise rohe Äpfel oder Haselnüsse bei Birkenpollen-Allergikern ein Jucken im Rachenraum oder Schwellungen im Mundbereich auslösen, da diese Früchte nie vollkommen pollenfrei sind. Diese sogenannten pollenassoziierten Nahrungsmittelallergien entstehen, weil die Eiweiße mancher Nahrungsmittel bestimmten Polleneiweißen ähneln.

Heuschnupfen verursacht auch gesundgeitliche Folgen

 

Mögliche Kreuzallergien können hierbei sein:

Allergisch gegen Mögliche Kreuzallergien
Baumpollen Apfel, Haselnuss, Karotte, Kartoffel, Kirsche, Kiwi, Nektarine, Pfirsich, Aprikose, Pflaume, Sellerie, Soja, Feige
Beifußpollen Gewürze, Karotte, Mango, Sellerie, Sonnenblumenkerne
Gräser- und Getreidepollen Mehl, Kleie, Tomate, Leguminosen
Ambrosia Melone, Zucchini, Gurke, Banane

 

Doch nicht nur die Auswahl der Nahrungsmittel wird beeinträchtigt, auch der Schlaf der Betroffenen wird häufig gestört. Verstopfte Nase, Nasenjucken und Triefnasen können die regelmäßige Nachtruhe stören.

 

Risiko: Allergisches Asthma

Bei Allergikern kann sich die Allergie zu einem allergischen Asthma weiterentwickeln, was auf die Verbindung zwischen den oberen und unteren Atemwegen zurückzuführen ist. Eine Entzündung der Nase kann also auf die Lunge übergehen und sogar Asthma auslösen. Es handelt sich dabei um eine chronische Entzündung der unteren Atemwege.

Bei Asthma schwillt die Schleimhaut der Bronchien an und bildet dabei zähen Schleim. Bei einem akutem Asthmaanfall verkrampft die Bronchialmuskulatur. Experten sprechen dabei von einem „Etagenwechsel“. Ein Drittel der Pollen-Allergiker sind von diesem Krankheitsverlauf betroffen.

Hinweise auf eine mögliche Ausbreitung auf die unteren Atemwege:

⦁ Pfeifende Geräusche beim Atmen

⦁ Schnelle Atemnot nach körperlicher Anstrengung

⦁ Atemnot auch in Ruhephasen

⦁ Nächtliches Erwachen mit Atemnot oder Hustenattacken

⦁ Durch eine rechtzeitige Behandlung der bestehenden Allergien, kann die Entwicklung weiterer Allergien gestoppt und auch die Entwicklung eines allergischen Asthmas verhindert werden.

Hinweis: Allergiebehandlung = Asthma-Prävention

Insgesamt sind in Deutschland 7% – 10% aller Kinder und etwa 5% der Erwachsenen von Asthma bronchiale betroffen.

Heuschnupfen bei Kindern und Senioren

Allergien sind bei Kindern nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, da die Symptome nicht eindeutig sind. Eine ärztliche Untersuchung ist daher in jedem Falle ratsam.

Anzeichen für Heuschnupfen bei Kindern:

⦁ Ausschlag bei Kindern, welche nicht durch eine Infektion oder Hauterkrankung bedingt ist

⦁ Atemwegsbeschwerden wie Atemprobleme, Schnupfen oder Husten, die nicht mit einem Infekt in Verbindung zu stehen scheinen

⦁ Anschein einer ständigen Erkältung

⦁ Auftretende Schlafstörungen, deren Ursache unklar bleibt,

⦁ Chronischer Husten

⦁ Beschwerden wie Schnupfen oder Niesreiz, nur zu bestimmten Zeiten oder in bestimmten Situationen

Hausmittel gegen Heuschnupfen

 

Heuschnupfen und die damit einhergehenden Allergiebeschwerden stören nicht nur in der Freizeit. Laut Expertenschätzungen spüren etwa 15 bis 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die unter Heuschnupfen leiden, eine starke Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit in der Schule. Eine frühzeitige Behandlung der Allergie ist gerade bei Kindern besonders wichtig, um einer drohenden Verschlechterung vorzubeugen und damit im späteren Verlauf kein allergisches Asthma auszulösen.

Auch immer mehr Senioren leiden auf Grund des Klimawandels an Heuschnupfen. Laut der KKH ist die Zahl der Allergiker bei Menschen mittleren Alters stark angestiegen. Demnach stieg die Zahl – verglichen mit 2008 – um 27 % an. Bei Betroffen ab 80 Jahren hätten sich die Zahlen mehr als verdoppelt. Der KKH zu Folge ist jeder 20. Erwachsene ab 45 Jahren von Heuschnupfen betroffen.

Heuschnupfenmittel – Therapie & Hausmittel gegen Heuschnupfen

Der wichtigste Therapieansatz ist zunächst die Karenz. Hier wird zunächst versucht, den Kontakt mit Allergenen möglichst zu vermeiden. Sollten jedoch weiterhin Symptome auftreten, helfen Nasensprays mit Antihistaminika oder mit Cortison. Auch Medikamente in Form von Tabletten oder Augentropfen schaffen eine Linderung der akuten Symptome. Die Ursache der Erkrankung kann mit einer spezifischen Immuntherapie bekämpft werden. Hierbei wird von der sogenannten Hyposensibilisierung gesprochen.

Behandlungs­möglichkeiten als Heuschnupfenmittel

Die Behandlungsmöglichkeiten einer Allergie sind besonders in der Wirkdauer unterschiedlich. Es muss zwischen der kurzfristigen Linderung der Symptome und einer langfristigen Behandlung der Ursache unterschieden werden.

Behandlungsarten im Überblick:

Behandlungs­möglichkeiten Geeignet zur
Karenz: Vermeidung des Allergens sofortigen Verbesserung der Allergiesymtome
Medikamentöse Symptombehandlung schnellen Verbesserung der Allergiesysmptome
Hyposensibilisierung ursächliche Behandlung der Allergie und Verbesserung der Allergiesymptome; Vorbeugung von Asthma sowie eines allergischen Schocks

 

Zunächst sollte so genau wie möglich bestimmt werden, welche konkreten Allergene für die Beschwerden verantwortlich sind.  Die richtige Behandlung ist nicht nur wichtig um die akuten Symptome ab zu lindern, sondern auch um eine langfristige Verschlimmerung zu vermeiden.

 

Wie vermeide ich den Kontakt mit den Allergenen?

Die Kontaktvermeidung mit den auslösenden Allergenen, ist der einfachste und sicherste Weg, allergische Reaktionen erst gar nicht entstehen zu lassen. In der Praxis lässt sich diese Methode allerdings nur bedingt umsetzen. Viele Allergene sind weit verbreitet und es ist im Alltag nahezu unmöglich, sich vollständig vor Pollen zu schützen.

Versuchen Sie jedoch, die Allergene möglichst zu vermeiden – die Karenz ist Ihre erste Möglichkeit zur Linderung.

Vorteile Nachteile
Kurzfristig anwendbar Im Alltag schwer durchführbar
Keine Nebenwirkungen Einschränkungen im Alltag
Keine Kosten In bestimmten Regionen fast unmöglich
Schneller, positiver Effekt

 

Können Medikamente wirklich helfen?

Für eine unmittelbare Linderung der Beschwerden bei Heuschnupfen und anderen Allergien stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung. Je nach Wirkstoff werden die allergischen Reaktionen unterbunden oder abgeschwächt. Dabei wird in systemische und topische Medikamente unterschieden.

Systemische Medikamente wirken auf den gesamten Organismus und werden meist in Form von Tabletten oder Spritzen verabreicht.

Topische Medikamente wirken hingegen nur auf den Bereich des Körpers, an dem diese angewandt werden. Beispiele für topische Medikamente sind Nasensprays, Augentropfen, Salben oder Asthmasprays. Beide Arten von Mittel sorgen allerdings nur für eine kurzzeitige Unterdrückung und sorgen nicht für ein pollenfreies Leben.

Vorteile Nachteile
Schneller, positiver Effekt Keine dauerhafte Linderung
Je nach Organismus, sehr wirksam Langfristig hohe Kosten
Medikamente müssen immer mitgeführt werden

 

Wie funktioniert eine Hyposensibilisierung?

Die einzig ursächliche Behandlung des Heuschnupfens ist eine spezifische Immuntherapie. Ihre Wirksamkeit ist ausreichend belegt und sie sollte so bald wie möglich nach einer entsprechenden Diagnose in Erwägung gezogen werden. Die Therapie gibt es in Form von Spritzen oder Tabletten beziehungsweise Tropfen. Patienten erhalten in regelmäßigen Abständen eine stetig steigende Dosis der Allergene zugeführt. Dadurch entwickelt das Immunsystem nach und nach eine Toleranz und es treten langfristig nur noch schwache bis gar keine Symptome einer Pollenallergie mehr auf. In der Regel wird eine Behandlungsdauer von drei Jahren empfohlen, um komplett pollenfrei leben zu können.

Wichtig: Bei einer Pollenallergie ist es wichtig, dass die Therapie drei bis vier Monate vor der Pollenflugsaison beginnt, da sonst zu viele Allergene gleichzeitig auf den Körper einwirken könnten.

Vorteile Nachteile
Langfristiger Therapieerfolg Lange Therapiedauer
Dauerhafte Verbesserung Keine garantierte Heilung
Keine Einschränkungen im täglichen Leben
Kann Asthma verhindern
Kostenübernahme durch Krankenkasse

Heuschnupfenmittel: Hausmittel gegen eine Allergie

Jeder Heuschnupfen-Patient hat mit der Zeit eigene Praxiserfahrungen sammeln können, um lästiges Augen-Jucken oder den Niesreiz lindern zu können. Die folgenden Hausmittel gelten zwar nicht als wirkliche Heuschnupfenmittel, haben sich erfahrungsgemäß aber bei vielen Patienten bewährt:

1. Ingwer-Tee:
Stärkt das Immunsystem und ist auch bei Erkältungen hilfreich.

2. Ernährung überdenken:
Zeitweiser Verzicht auf tierische Eiweiße, wie Fleisch, Wurst, Eier oder Milchprodukte. Manchen Allergikern hilft es auch, auf Nahrungsmittel mit Histamin, wie Nüsse, konservierte Lebensmittel, Soja, geräucherte Wurst, Fisch, Bananen, Birnen, Orangen, Schokolade zu verzichten.

3. Vitamine und Mineralien auffüllen:
Eine ausreichende Einnahme von Vitamin C und D, Zink, Magnesium und Kalzium kann Linderung verschaffen und als Heuschnupfenmittel wirken.

Hausmittel gegen Allergie

 

4. Manuka-Honig:
Bei Manuka-Honig ist es wichtig, einen zertifizierten Honig mit einem hohen MGO-Gehalt (Methylglyoxal) zu verwenden: Je höher der Wert, desto stärker die Wirkung gegen die Pollenallergie.

5. Propolis:
Propolis stärkt das Immunsystem und kann damit indirekt vor der Auswirkung von Pollen schützen.

6. Schwarzkümmelöl:
Schwarzkümmelöl wirkt entzündungshemmend und sollte in Kapselform verabreicht werden.

7. Darmkur:
Auch eine Darmkur mit den „guten“ Darmbakterien kann zu einer Linderung verhelfen.

8. für die Nase:
Regelmäßiges einreiben mit Johanniskraut schont die Nasenschleimhäute. Auch eine Nasendusche mit Salzwasser kann Abhilfe verschaffen und den Pollenschutz unterstützen.

9. für die Augen:
Augenkompressen mit einem Sud aus Augentrostkraut helfen schnell und beruhigen gut.

 

Hausmittel gegen Heuschnupfen

Neben der Einnahme von Medikamenten gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich vor Pollen zu schützen und die Entstehung von allergischen Reaktionen und die damit verbundenen Beschwerden, einzuschränken.

Schutzmaßnahmen für einen beschwerdefreieren Alltag:

✔ Durch das Anbringen von Schutzgittern kann die Pollenbelastung in Wohnräumen verringert werden. Auch Heuschnupfen-Geplagte können dann unbedenklich lüften.

Regelmäßiges Saugen und Wischen verringert die Gefahr, dass lose Pollen aufgewirbelt werden.

Spezielle Filter für den Staubsauger sorgen dafür, dass beim Saugen möglichst wenig Staub herumgewirbelt wird. Möglich ist auch eine Anschaffung eines speziellen Allergiker-Staubsaugers, aus dem praktisch keine staub- oder pollenbelastete Abluft herausdringt.

✔ Es empfiehlt sich beim Autokauf auf gute Pollenfilter zu achten und diese regelmäßig wechseln zu lassen. Pollenfilter für das Auto bieten Schutz vor Pollenflug durch die einströmende Lüftung, jedoch müssen die Seitenfenster beim Pollenflug geschlossen bleiben.

Luftreiniger mit moderner Filtertechnologie für Innenräume können helfen, die Pollenkonzentration der Innenraumluft zu reduzieren.

✔ Wenn Staubsauger oder andere Geräte gereinigt und Filtereinsätze gewechselt werden müssen, sollte man jemanden um Hilfe bitten, der keine Pollenallergie hat.

Wäsche während des Pollenflugs nicht draußen trocknen. So wird vermieden, dass Sie später pollenbehaftete Kleidung tragen oder sich in pollenbelastete Bettwäsche legen.

Wechseln Sie Ihre Kleidung nicht im Schlafzimmer, da sonst an der Wäsche haftende Pollen aufgewirbelt werden können. Das kann zu nächtlichen Allergieschüben führen. Wenn Sie von draußen hereinkommen, sollten Sie ebenfalls die Kleidung wechseln und wenn möglich waschen.

✔ Gehen Sie abends duschen und waschen Sie sich die Haare. So werden alle die in den Haaren und die auf der Haut haftenden Pollen entfernt.

Lüften sollte man auf dem Land eher am Nachmittag oder Abend, da dort die Pollenkonzentration in der Luft morgens am Höchsten ist. In der Stadt sollte jedoch eher am Morgen gelüftet werden.

Behalten Sie in den Pollenflug im Auge. Hilfreich sind dafür Pollenflugkalender oder tagesaktuelle Berichte von Pollenwarndiensten oder des Wetterberichtes. Für Aktivitäten im Freien sind Regentage ideal, da der Regen die Pollen aus der Luft spült.

Verzichten Sie auf das Rauchen, dies reizt zusätzlich die Schleimhäute.

Richtiges Lüften als Heuschnupfenmittel

Als Allergiker entwickelt man irgendwann Vermeidungsstrategien. So verzichten viele Betroffene auf Aktivitäten im Freien und bleiben lieber in der Wohnung. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, die eigenen Wände möglichst pollenfrei zu halten. Hierfür spielt das Thema Lüftung eine entscheidende Rolle (Bedeutung der Luft).

Denn auch in den Innenräumen bleibt man von den Pollen nicht verschont, denn durch die Luft gelangen diese auch in geschlossene Räume. Dennoch sollten Sie auf das regelmäßige Lüften nicht verzichten (siehe Richtig Lüften). Umso hilfreicher ist es zu wissen, auf welche Art und Weise man trotz Pollenflug lüften sollte.

Trotz Heuschnupfen richtig Lüften

 

Richtiges Lüften
Es kommt auf die Uhrzeit an: lüften Sie früh morgens oder spät abends.

Lüften in der Stadt
In der Stadt lüften Sie am besten morgens. Abends ist die Pollenkonzentration hier oft besonders hoch.

Lüften auf dem Land
Auf dem Land lüften Sie am besten abends. Hier ist die Pollenkonzentration morgens besonders hoch.

Distanz zu Pollen
Benutzen Sie Schutzgitter für die Fenster, um ohne Bedenken lüften zu können.

Pollenfreie Luft
Nutzen Sie Luftfiltrationsgeräte, um die Pollenbelastung in der Wohnung gering zu halten.

Türen schließen
Schließen Sie die Türen, wenn Sie lüften. Damit verhindern Sie den Eintritt von Pollen in andere Wohnräume.

Stoßlüften
Lüften Sie kurz und kräftig und vermeiden Sie eine Dauerlüftung.

Nach dem Regen
Nutzen Sie die pollenarme Luft nach einem Regenschauer und lüften Sie erst danach Ihre Innenräume.

 

Lüftungssysteme – Effektives Hausmittel gegen Heuschnupfen

Wenn herkömmliche Strategien nicht für ein pollenfreies Zuhause sorgen können und Beschwerden immer wieder auftreten, gibt es für die eigenen vier Wände noch eine andere Lösung:

Kontrollierte Lüftungsanlagen sorgen durch starke Filtersysteme effektiv für ein allergenfreies Raumklima.

Eine dezentrale Lüftungsanlage mit Pollenfilter sorgt dafür, dass die Betroffenen wieder frei durchatmen können und keine Beschwerden in Ihren eigenen vier Wänden befürchten müssen (siehe auch weitere Vorteile). Die meisten modernen Lüftungsanlagen lassen sich preiswert mit Feinstaub- oder Pollenfiltern aufrüsten (siehe Kosten einer Lüftungsanlage). Im Gegensatz zum manuellen Lüften, werden damit auch Staub- und Rußpartikel aufgefangen. Selbst der Straßenlärm bleibt Dank der geschlossenen Fenster draußen. Vergleichen Sie hier die verschiedenen Lüftungsarten,

Achtung: Wir verbringen im Durchschnitt bis zu 90% unseres Alltags in geschlossenen Räumen. Wenn wir hier Pollenfreiheit gewährleisten, kann dies die Beeinträchtigung für Betroffene erheblich reduzieren.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt dieser Systeme ist, dass sich die allgemeine Luftqualität verbessert. Dies begründet sich dadurch, dass nicht nur die Pollen gefiltert werden, sondern auch die Luftfeuchtigkeit sowie die allgemeine Schadstoffbelastung kontrolliert abgebaut wird: eine Schimmelbildung wird dadurch ebenfalls verhindert.

Eine Nachrüstung ist oftmals innerhalb 1-2 Tage umsetzbar (siehe Lüftungsmontage).

Die Wartung solcher Lüftungsanlagen ist ebenfalls mit wenig Zeitaufwand durch die Bewohner selbst realisierbar. Hierbei müssen Sie lediglich die Luftfilter zweimal pro Jahr wechseln und die einzelnen Lüftungs-Bauteile vom Staub befreien. Sollte die Pollenkonzentration jedoch sehr hoch sein, wird empfohlen, den Spezialfilter öfters auszutauschen.

Fazit: Lüftungssysteme können helfen, ein pollenfreies Zuhause zu erschaffen. Die Anlagen sind energiesparend und stellen eine gesunde Lösung für die regelmäßige Frischluftzufuhr dar – nicht nur für Allergiker. Steigern Sie Ihr gesamtes Wohlbefinden & Wohnkomfort.

Heuschnupfenmittel zum wohlfühlen

 

Gerne beraten wir Sie kostenfrei über eine dezentrale Lüftungslösung für Ihr Zuhause. In einem unverbindlichen Erstgespräch können Sie sich über eine individuelle Lüftung für Ihr Eigenheim informieren und wir erstellen Ihnen zusätzlich ein kostenfreies Lüftungskonzept.

 

 

 

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